Das Notgeld der Stadt Teuchern


Notgeld: 50 Pfennig Vorder- und Rückseite  Notgeld: 25 Pfennig Vorder- und Rückseite


Notgeldscheine der Stadt Teuchern gab es als Fünfzig und Fünfundzwanzig Pfennig Scheine.


Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes vom 11. November 1918 erklärte sich das besiegte Deutsche Reich mit der Zahlung von Reparationen an die Alliierten einverstanden. Zur Rechtfertigung der Zahlungsverpflichtung nahmen die Alliierten in den Versailler Vertrag einen Kriegsschuldartikel auf. Darin musste sich das Deutsche Reich zur Alleinschuld am Ausbruch des Krieges bekennen. Der Vertrag legte auch Vorleistungen im Wert von 20 Milliarden Goldmark fest und bestimmte eine Kommission, die bis 1921 die regelmäßige Zahlung überprüfen sollte. Schließlich wurden die Reparationen auf eine Gesamthöhe von 132 Milliarden Goldmark festgesetzt.
Zwischen 1919 und 1924 wurden die mit den Reparationen verbundenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Deutschen Reiches zum Hauptthema internationaler Konferenzen. Infolge der aus der ersten Zahlung vom September 1921 erwachsenden Inflation versuchte das Reich wiederholt, Aufschub für weitere Zahlungen zu erwirken. Der Magistrat der Stadt Teuchern brachte , um den Geldmangel zu beheben , das bekannte Notgeld heraus , mit welchem trotz der Sorgen auch viel Witz und Humor verbunden war. Das beweisen die beiden Sprüche auf den Scheinen.


Teuchern die kleine Sachsenstadt . Vor allen Städten den Vorzug hat .Hier werden gefertigt, wie weltbekannt. Die ersten Uhrgläser im Deutschen Land.

Hört Ihr Schieber Ihr wißt. Daß das Schieben verboten ist . Doch könnt Ihr das Schieben nicht lassen sein. So schiebet in Zukunft nur diesen Schein.


 Die Scheine waren nicht lange im Verkehr und wurden durch die Rentenmark abgelöst.